KAATSU verändert die Spielregeln im körperlichen Training. Die geniale Methode aus Japan wird schon bald unsere Art zu trainieren verändern.

Radikale Innovationen sind Prozesse, die unbemerkt in kleinen Nischen beginnen. Auf der Basis unkonventioneller Ideen und Technologien werden auch neuartige Trainingsmethoden entwickelt, die zunächst nur einer sehr kleinen Zielgruppe zugänglich sind. Nach einiger Zeit gewinnt die neue Idee an Fahrt und verdrängt bislang etablierte Methoden, weil die Innovation beabsichtigte Zielsetzungen effizienter und vorteilhafter erreicht.

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KAATSU Erfinder Yoshiaki Sato

Radikale Innovationen sind auch im Bereich Training nicht planbar und entstehen nicht im Labor oder am Reißbrett. Sie sind vielmehr das Ergebnis eines langwierigen Versuch-und-Irrtum-Prozesses. Dies gilt auch für die KAATSU-Methode. Die Inspiration zu KAATSU erhielt der damals 18-jährige Bodybuilder und heutige Arzt Dr. Yoshiaki Sato zufällig bei einer traditionellen buddhistischen Zeremonie. Die folgenden Jahrzehnte verbrachte der junge Tokioter damit durch ein systematisches Vorgehen nach der Versuch-und-Irrtum-Methode die Grundlagen der heutigen KAATSU-Protokolle zu evaluieren und für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Der große Erfolg von KAATSU in Japan dokumentiert diese Arbeit und wird sich mit er nun beginnenden Internationalisierung auch bei uns durchsetzen. KAATSU entwickelte sich in einem kleinen Bodybuilding-Studio und hat seine Wirksamkeit in vielen klinischen und leistungssportlichen Anwendungsfeldern unter Beweis gestellt. Der Paradigmenwechsel von KAATSU ist dabei so radikal, dass er oft nur schwer zu verstehen oder zu akzeptieren ist, denn neue Paradigmen lassen sich niemals mit alten Denkweisen erklären. Das wusste beispielsweise auch der Automobilpionier Henry Ford zu berichten:

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde“.

Die Kernthese von Ford’s Aussage ist, dass sich die bestehende Marktbedürfnisse nur an aktuellen Möglichkeiten orientieren, nicht an neuen Möglichkeiten. Für neue Modelle und völlig andere Denkweisen, war auch das Universalgenie Richard Buckminster Fuller bekannt:

„Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen“.

Die KAATSU-Methode erlaubt die Nutzung natürlicher biologischer Prozesse, auf die man normalerweise keinen Zugriff hat. Im Computer-Jargon nennt man so etwas einen „Shortcut“. Durch einen Shortcut gelangt man schneller zum gewünschten Ergebnis. Ein Shortcut ist daher eine Abkürzung zu einer bestimmten Funktion und genau das ist bei KAATSU der Fall. KAATSU ist ein neuer und klügerer Weg die natürliche Physiologie des Körpers zu nutzen. Mit der japanischen Methode lassen sich eine Reihe von Trainingseffekten in sehr kurzer Zeit erzielen, für die man mit traditionellen Trainingsformen viel länger benötigen würde.

kaatsu-master_miniDie Anlage der KAATSU Air Bands bewirkt eine genau steuerbare lokale Hypoxie im Arbeitsmuskel. Dies führt zu einer Reihe von bemerkenswerten physiologischen Reaktionen. Die dadurch folgenden Anpassungen im Gefäßsystem, erreicht man normalerweise nur durch ein aerobes Ausdauertraining, die muskulären nur durch ein Krafttraining mit schweren Gewichten. Unter KAATSU-Bedingungen kommt es zu einem hohen Anstieg von Wachstumshormonen (GH) und den anabolen Hormonen IGF-1 und Noradrenalin. Die Zeitspanne für Trainingseffekte verkürzt sich enorm, denn bei KAATSU Training kommt es nicht zu den typischen Mikroverletzungen der Muskulatur, von denen man früher annahm, sie seien eine notwendige Voraussetzungen für muskuläre Anpassungen. Muskelschädigungen als Reaktion von ungewohnten Trainingsbelastungen entstehen vor allem durch ungewohnt hohe mechanische Belastungen. Die Notwendigkeit von Muskelschädigungen für die Anpassung des Muskelgewebes im Rahmen eines Krafttrainings wird jedoch immer stärker in Frage gestellt. Auch KAATSU ŵiderlegt diese Hypothese. Selbst die alleinige Blutflussmoderation ohne jegliche Bewegung scheint einen positiven Effekt auf die Muskelmasse und Kapillarisierung auszulösen!

Effizienz als Innovation

Mit Weniger das Gleiche zu erreichen, bedeutet effizienter zu sein. Fortschritt besteht oft im Weglassen von Dingen, die für eine Zielsetzung nicht notwendig sind. Schwere Gewichte, Geräte und Hanteln, fallen bei KAATSU weg. Muskel- und Kraftzuwächse lassen sich unter KAATSU-Bedingungen sogar durch Walking auf dem Laufband erzielen. Mehr noch, bereits die bloße Anlage der KAATSU Bänder lässt im Körper biochemische Prozesse eines anstrengenden körperlichen Trainings ablaufen und führt zu entsprechenden Trainingseffekten! Ein KAATSU Training dauert 5 bis 30 Minuten, die Muskeln fühlen sich jedoch an, als hätte man stundenlang hart trainiert. Damit zählt KAATSU derzeit zum effizientesten Training überhaupt. Im Sinne einer disruptiven Innovation könnte dies in Zukunft sogar dazu führen, dass Fitnessstudios überflüssig werden. Es bleibt also spannend!

 

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