Der richtige Druck ist für die Minderung der Blutzirkulation der wichtigste Steuerparameter bei einem KAATSU Training. Wovon hängt er ab und wie hoch sollte er sein?

Die Belastungsgestaltung beim KAATSU Training kann durch die Parameter eines traditionellen Krafttrainings nicht wirksam gesteuert werden. Trainingsgewichte, Wiederholungen, Satzzahlen und Pausen sind hinsichtlich ihrer propagierten Trainingswirkungen nicht auf KAATSU Training übertragbar, denn die für das Sauerstoffdefizit wichtige Länge und Höhe der Einschränkung der Blutversorgung wird durch die pneumatischen KAATSU Air Bands und Monitoring-Einheit KAAATSU Master oder KAATSU Nano gesteuert. Sie stellen daher die bedeutendste Steuergröße im KAATSU Training dar.

Im Hinblick auf viele BFR Training Studien, fallen einige bedeutende Einschränkungen hinsichtlich der dort verwendeten Blutflussrestiktionsdrücke auf. Oft wird ein allgemeiner restriktiver Druck von beispielsweise 160–180 mm Hg verwendet. Der selbe Druck führt bei unterschiedlichen  Personen jedoch zu einer anderen Höhe der Blutflussbegrenzung. Hier spielen vor allem unterschiedliche anthropometrische Extremitätenmaße, Hautfaltendicke und Körperfettgehalt eine Rolle. Zudem wird oft kein Unterschied im verwendeten Druck zwischen Armen und Beinen gemacht. Auf ein traditionelles Krafttraining übertragen, wäre dies in etwa so, als ob alle Personen bei jeder Übung mit der selben Last trainieren. Studienergebnisse müssen daher vorsichtig interpretiert werden, da aufgrund unterschiedlicher Extremitätenmaße, nicht alle Probanden den selben Trainingsreiz erhalten haben.

Eine der wichtigsten Vorteile von KAATSU ist die Möglichkeit einen manuellem Anlagedruck zu messen, der für den Grad der Blutflussbegrenzung von großer Bedeutung ist: Es ist möglich, dass unterschiedliche Materialien aufgrund ihrer Elastizität jeweils eine andere Blutflussbegrenzung bewirken. Dies macht sich bereits beim Anlegen der Manschetten bemerkbar, also noch bevor die Manschetten mit dem Optimaldruck aufgepumpt werden. Zusätzlich ist von großer Bedeutung, wie fest die Manschetten manuell angezogen werden. Der KAATSU Master und KAATSU Nano bieten derzeit als einzige Geräte die Möglichkeit den manuellen Anlagedruck zu messen. Dieser wichtige Steuerparameter bleibt in der Literatur jedoch meistens unberücksichtigt.

Einflussfaktoren des korrekten Druckes bei KAATSU

  • Manueller Anlagedruck (Base SKU)
  • Bandfülldruck (Optimal SKU)
  • Größe der Air Bands
  • Extremitäten-Anthropometrie
  • Hydrationszustand
  • Alter
  • Trainingszustand
  • KAATSU-Erfahrung
  • Aktuelle Umweltbedingungen

Je Höher der Anlagedruck (Base SKU), desto niedriger der Optimaldruck (Optimal SKU). Die Kombination aus beidem bewirkt den geeigneten Druck für die jeweilige Person. Tägliche Schwankungen von +/- 30 SKU bei der selben Person sind möglich. KAATSU Spezialisten wissen, dass der individuell geeignete Druck vor jeder KAATSU Anwendung neu bestimmt werden muss. Die höchsten Drücke werden in der Regel im Alter zwischen 20 und 30 Jahren erreicht. Es muss jedoch betont werden, dass hier das biologische und nicht das kalendarische Alter bedeutsam ist. Dies bezieht sich vor allem auf den Zustand der Blutgefäße, die bei biologisch Älteren vermehrte Anzeichen von Arteriosklerose aufweisen, was unter anderem zu einer degenerativen Einschränkung des Blutflusses führt.

Je fitter eine Person, desto höher darf also auch der Anlagedruck und Optimaldruck der KAATSU Air Bands sein. Größere Arm- bzw. Beinumfänge erlauben ebenfalls höhere Drücke. Typischerweise liegen auch die Werte für die Arme etwa 50 bis 100 SKUs niedriger, als bei den Beinen. Eine Person mit geringerem Körperfettanteil in der Extremität, kann in der Regel einen höheren Druck vertragen.

Fazit

Individualisierung ist Trumpf! Der KAATSU Master und Nano ermöglichen eine graduelle Abstufung der Blutflussbegrenzung bis das optimale Verhältnis von Reiz und metabolischem Stress erzielt ist. Dies macht KAATSU zu einer sicheren und nachhaltigen Trainingsmethode im Bereich BFR Training.

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