KAATSU wird fälschlicherweise oft mit Okklusionstraining oder Blood Flow Restriction Training in einen Topf geworfen. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede.

KAATSU wurde 1966 in Japan von Dr. Yoshiaki Sato erfunden und ist die originale Form des sogenannten Blood Flow Restriction Training (BFR). Daher wundert es auch nicht, dass KAATSU zum Synonym für die zahlreichen anderen Non-KAATSU-BFR-Methoden geworden ist. Non-KAATSU-BFR-Methoden verzeichnen jedoch erst in den letzten 15 Jahren einen signifikanten Anstieg in den wissenschaftlichen Publikation und der Praxis. Neben dem Terminus Blood Flow Restriction Training (BFR) werden heute auch die Terminologien Okklusionstraining oder Tourniquette Training verwendet.

Von echtem KAATSU spricht man jedoch nur, wenn das patentierte KAATSU Equipment, die KAATSU Air Bands, der KAATSU Master, Nano oder Cycle, mit den definierten KAATSU Anwendungsprotokollen praktiziert wird.

Dr. Sato hat über 30 Jahre benötigt, um den besten Weg einer sicheren, reproduzierbaren und zuverlässigen Methode zu finden. Das Ergebnis sind seine KAATSU Apparate, die eine kontrollierbare und individualisierte Steuerung der Blutzirkulation erlauben. Bislang gibt es kein vergleichbares Equipment. Folglich ist KAATSU auch die einzige BFR-Methode, die in der Praxis flächendeckend und systematisch angewendet wird. Über 4000 zertifizierte KAATSU Spezialisten in Japan dokumentieren diesen zeitlichen Vorsprung.

Bei der Verwendung zweckentfremdeter elastischer Bänder, Wickel, Riemen und unterschiedlicher Anwendungsprotokolle, spricht man von BFR oder Okklusionstraining. Mitunter taucht auch der Begriff Hypoxietraining auf, der ein vermindertes Sauerstoffangebot während körperlicher Belastung beschreibt. Bei allen BFR-Methoden gibt es jedoch nur einen lokalen Sauerstoffmangel, während beim Hypoxietraining in der Höhe oder in speziellen Höhenkammern, ein systemischer Sauerstoffmangel hervorgerufen wird.

Problematisch wird es, wenn Autoren über KAATSU schreiben, selbst jedoch nie echtes KAATSU gesehen oder durchgeführt haben. Dies wäre etwa so, als würde ich über Kettlebelltraining schreiben, hätte aber noch nie eine Kugel in der Hand gehabt. KAATSU-Spezialisten wissen, wie wichtig die definierten Anwendungsprotokolle und Belastungsnormative für ein sicheres und effizientes Training unter KAATSU-Bedingungen sind. Die folgende Grafik zeigt wichtige Unterschiede:

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Unterschiede zwischen KAATSU und Non-KAATSU Blood Flow Restriction Methoden. (c) Robert Heiduk

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